Netz-Tipp

Netz-Tipp „Gesund durch Glauben?“

Freunde des gesprochenen Wortes,

„der Herr ist mein Arzt“, das sagt sich so leicht. Aber wie ernst nehmen das die meisten Christen wirklich? Und vor allem, was bedeutet das für die moderne Medizin. Fragen über Fragen, auf die unser heutiger Netz-Tipp zumindest einiges zu antworten weiß.

Menschen, die glauben, leben länger. Das sagen zumindest einige Studien aus den USA. Aber warum ist das so? Liegt alles am Placebo-Effekt? Sind es unsere kognitiven Fähigkeiten oder doch geistige Kräfte im Hintergrund. Auch die Johannische Kirche geht beim christlichen Handauflegen davon aus, dass Glaube wichtig für die Heilung sein kann. Aber es gibt auch viele andere Glaubensrichtungen, für die echte Heilung nur durch Gesundung von Körper, Seele und Geist eintreten kann. Der folgende Beitrag des Bayerischen Rundfunks stellt einige davon vor.

Klickt einfach auf das Bild hier oben und Ihr gelangt sofort in die ARD-Mediathek. Der Beitrag ist bis zum 26.03.2020 online.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „Ach, du liebes Abendland“

Freunde des gesprochenen Wortes,

die Ostertage liegen hinter uns, doch so richtig haben wir Osterei und Osterlamm noch nicht verdaut. Deutschland ist christlich geprägt und viele Menschen feiern das Fest zu Jesu Auferstehung. Oder war es das Fest des Osterhasens. Die Frage lässt uns nicht los und ist deshalb auch heute Thema unseres Netz-Tipps.

Was ist christlich? Ist es die Nächstenliebe, der Glaube an Jesus Christus oder was ganz anderes? Manchmal hilft es einen Blick von außen zu riskieren und genau das tut der syrische Filmemacher Firas Alshater in der ZDF-Dokumentation „Ach, du liebes Abendland“, die vor wenigen Tagen Premiere feierte. Der sympathische Alshater ist vor einigen Jahren aus seinem Heimatland nach Deutschland geflüchtet und genießt die Freiheiten und Grundrechte in unserem liberalen Land. Gleichzeitig wollen ihm manche Eigenarten unserer Nation nicht in den Kopf gehen. Deswegen reist er mit seinem Hund Zucchini durch Deutschland und stellt offensichtliche Fragen: Warum haben Deutsche Angst vor dem Untergang des Christentums, wenn Sie doch selbst immer seltener in die Kirche gehen? Warum gehen Sie immer weniger in die Kirche? Und wann kommt die Nächstenliebe ins Spiel? Wir empfehlen euch ausdrücklich mal in die 45-minütige Reportage reinzuschauen. Es lohnt sich!

Klickt einfach auf das Bild hier oben und Ihr gelangt sofort in die ZDF-Mediathek. Der Beitrag ist bis zum 22.04.2024 online. Sollte zu #schaffendürfen sein…

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Robin
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „Vater Unser“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wahrscheinlich ist es die bekannteste Hotline der Welt, für viele Retter in der Not und seit Ewigkeiten bekannt: das „Vater Unser“. Doch was bedeutet das Zwiegspräch mit Gott? Wie hat es sich entwickelt und warum ist es immer noch aktuell? Zeit für eine intensive Auseinandersetzung…

Es ist das bekannteste Gebet des Christentums. Seit Jahrhunderten hat es jede Revolution überlebt und und hat sich kaum verändert. Doch was beten wir da genau? Was bedeuten die Bitten, und welche Geschichte steckt dahinter. 

Das „Vater Unser“ ist in zwei verschiedenen Fassungen überliefert: einmal im Buch Lukas und außerdem im Matthäus-Evangelium. Dort ist es das zentrale Thema der Bergpredigt. Jesus Christus gibt es seinen Zuhörern an die Hand, sie können sich somit direkt an ihren „Vater im Himmel“ wenden und es kann ein intimes und persönliches Verhältnis jedes Einzelnen mit Gott entstehen.

Wir Johannis-Christen beten das Gebet etwas anders: „Denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit. In Christo Jesu.“  Die Bitte „In Christo Jesu“ bezieht sich auf Johannes 16, 23-27. 

Der BR hat mit dem Bildungskanal der ARD „alpha“  eine Serie 2017 über Herkunft und die Bedeutungen der einzelnen Bestandteile des Vater Unser produziert. Insgesamt sind es neun Kurzfilme und jede Folge dauert ca. 15 Minuten. Klickt einfach auf das Bild und schon kommt ihr in die BR-Mediathek.

Vielleicht gibt die Dokuserie ja den ein oder anderen Anstoß über das Vater Unser nochmal neu nachzudenken.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „Perma-Kultur“

Freunde des gesprochenen Wortes,

jede Woche durchforsten wir die Weiten des Internets, stets auf der Suche nach Erhellendem und Wissenswertem. Durch einen Tipp wurde uns diese sehenswerte Dokumentation zugespielt. So sehenswert, dass wir Sie Euch in dem heutigen Netz-Tipp weitertippen wollen…

Wer Landwirtschaft betreibt, ist gut beraten seinen Boden als kostbares Gut zu behandeln. Damit man ihn auch in zehn oder zwanzig Jahren noch verwenden kann. Die Permakultur nimmt sich genau das zum Ziel: die Schaffung dauerhaft funktionierender Naturkreisläufe. Wie das aussehen kann und warum es vielleicht auch für manche Höfe spannende Orientierung sein kann, hat sich die ZDF-Sendung „plan b“ mal näher angeschaut.

Klickt einfach auf das Bild und Ihr werdet direkt in die ZDF-Mediathek weitergeleitet. Viel Spaß beim Anschauen!

Robin
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „Follow Jesus Christ Go“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wer erinnert sich noch den Hype des Sommers 2016? Die jungen Leute saßen plötzlich nicht mehr vor ihren bösen Bildschirmen in ihren dunklen Zimmern. Stattdesssen liefen sie desorientiert durch die Straßen, den Blick stets auf den eigenen Handydisplay getackert. Das Mobile-Spiel „Pokemon Go“ löste eine riesige Faszination aus, von dem nun auch Kirchenkreise profitieren wollen.

Bei „Pokemon Go“ ging es darum, die beliebten Monster des japanischen Spieleherstellers Nintendo nicht mehr nur auf dem alten Gameboy und seinen Nachfolgern zu fangen. #yougottacatchthemall
Stattdessen nutzte die App das GPS-System, was heute in jedem modernen Smartphone verbaut ist. Die Spieler liefen also plötzlich durch die echte Welt, um an bestimmten Straßenecken Pokemon im Spiel zu fangen.

Laut der BBC haben die Macher damit fast zwei Millarden Dollar erwirtschaftet, auch wenn der Hype nicht mehr ganz so groß ist wie noch vor zwei Jahren.

Anlässlich des bevorstehendne Weltjugendtag in Panama springt mit „Follow JC Go!“ jetzt die katholische Kirche auf den Zug auf. Das Spiel ähnelt dabei sehr seinem Vorbild, nur dass man anstatt kleinen Kult-Monstern, jetzt Heilige und Bibel-Persönlichkeiten einfängt. Moment, nein natürlich nicht! Stattdessen trifft der Spieler diese beim Rumlaufen in der realen Welt und muss ein paar religiöse Quiz-Fragen beantworten. Bei richtigen Antworten schließen sich diese dann dem eigenen „Evangelisierungs-Team“ an. Irre!

Wer falsch antwortet, kann es gegen ein paar „Denarios“, also die spieleigene Währung, noch einmal probieren. Diese bekommt man, wenn man zum Beispiel an Kirchen oder Krankenhäusern vorbeigeht und für die Armen und Kranken betet. (Wobei wir nicht wissen, ob die App die Gebete auch tatsächlich überprüfen kann…)

Wir selbst konnten die App leider noch nicht ausprobieren, da unsere Spanisch-Kenntnisse mager bis unterdurchschnittlich sind und das Spiel momentan nur diese Sprache unterstützt. Weitere sollen aber bald folgen.

Probiert es also gerne mal aus und bildet eine krasses Evangelisierungsteam. Wirklich irre!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „10 Fakten zum Christentum“

Freunde des gesprochenen Wortes,

da zurzeit WM ist und wir für neue Recherchen in G*****, *räusper* ähhhhh Russland sind, empfehlen wir euch diese Woche deinen genialen Netztipp…

Lässt man die Tage Revue passieren, so sind wir uns einig. Es war eine katastrophale Leistung, unserer Jungs. Also nicht von der Jugend, sondern von Jogis Jugend. Es gab einige Millionen Bundestrainer die sämtliche Kad(t)erplanungen durchdiskutierten und alle haben schon die Ergebnisse im voraus gewusst. Aber am Ende alles egal: Was war los? Lähmend, satt und absolut verwirrt…

Da wir Christen sind, spielen wir nicht mit elf, sondern mit zehn Feldspielern. Deswegen auch die für Euch zehn Fakten zum Christentum. Wir wünschen euch viel Vergnügen und haben nur eine Frage: Wo war eigentlich der Fußballgott? Um uns von diesen relevanten Fragen abzulenken, empfehlen wir eine hochwertige Doku mit alledem, was wir über das Christentum bisher nicht wussten. ZDF. Finanziert von Ihren Rundfunkgebühren…

Beste Grüße und ein schönes Wochenende!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „Die Zehn Plagen“

Freunde des gesprochenen Wortes,

kurz bevor es wieder aus dem Fundus der öffentlich-rechtlichen Sender verschwindet, möchten wir Euch auf ein kleines Doku-Schmankerl hinweisen. Nach dem Motto „Alles geht natürlich zu“ haben sich Forscher einigen biblischen „Wundern“ gewidmet und herausgefunden, dass recht viel Naturwissenschaft drin steckt…

Die biblischen Plagen haben den alten Ägyptern damals ordentlich zugesetzt. Giftiges Wasser, Frosch- und Heuschreckenplagen und zu guter letzt noch der Verlust des erstgeborenen Kindes. Damit der Pharaoh das Volk Israel ziehen ließ, hat Gott vor tausenden Jahren einiges aufgefahren. Forscher meinen jetzt, auch eine wissenschaftliche Erklärung für die zehn biblischen Plagen gefunden zu haben.

Wie die aussehen könnte, erfahrt ihr in der US-britisch-australischen Koproduktion. Einfach auf das Bild unten klicken und Ihr landet direkt in der ZDF-Mediathek.

Viel Spaß beim Anschauen! Und aufgepasst: Der Beitrag ist nur noch bis Anfang April in der Mediathek.

Robin
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „DOCAT – Eine App für Christen!“

Freunde des gesprochenen Wortes,

DO steht für „tun“ (Englisch: to do) und CAT für „Katechismus“ (Englisch: catechism, also the glaubensgrundlage of the katholisch church). Mit dieser App schafft Papst Franziskus einen Neuanfang in der Vermittlung von christlicher Botschaft. Wir vom Buschfunk haben mal reingeschaut.

Bibelgeschichten erzählen sich längst nicht mehr nur per Buch und Bild bzw. VHS-Kassetten. Mittlerweile gibt es Internet und Tabloides Zeug. Smartphones sind keine einfachen Handys mehr, die nur Kurznachrichten und überteuerte Jamba-Sparabos ermöglichen. Ach, wie wir „Snake“ vermissen…

Versteht uns nicht falsch, auch wir sind noch fast süchtig nach Bibelfilmen (#Biblinema). Aber endlich verwenden auch Kirchen Smartphones, Tablets, Apps und Windows 98. Zum Beispiel wenn es um die Verkündung der frohen Botschaft geht. Oder wenn der Chef persönlich was loswerden will.

Papst Franziskus schafft mit der „DOCAT“ eine App, die die Soziallehre der Katholischen Kirche in Quiz-Format vermittelt. In zwölf Kapiteln (Zufall oder Fügung? SCHOCK!) werden wir abgefragt, was Christentum zu Familie, Frieden, Politik, Umwelt und Liebe sagt. Der „Holy Dad“ Franziskus ist damit richtig clever. Wahrscheinlich hat er kapiert, dass junge Menschen stundenlang am Smartphone hängen und damit allerei Quatsch machen. Warum also nicht auch sinnvolleres?

Aber warum interessieren sich ausgerechnet die Kirchen für neue Methoden und modernen Glauben? Das haben die bei den überfüllten Gotteshäusern doch gar nicht nötig. Und die zehn Gebote können doch bestimmt alle auswendig…

„Ein Christ, der in diesen Zeiten, kein Revolutionär ist, ist kein Christ“. Mit solchen Aussagen, die der Pontifex in Rom twittert, gibt er eine Idee wie Glaube im 21. Jahrhundert ausschauen kann. Es braucht neue Ideen, um die Kirchen wieder voll zu bekommen und die Lehre der Nächstenliebe lebendig zu verbreiten. Franziskus fordert das gesamte Christentum auf, aktiv und im christlichen Sinne die Welt zu verändern. DOCAT will sozialen Zusammenhalt stärken, denn jeder Quiz-King soll mit der App auch zum praktizierenden Nächstenliebler werden. #revolutionlove

Um die ganze App richtig nutzen zu können, empfehlen wir jeden neugierigen Buschfunk-Hörer aber unbedingt das Buch dazu. Das muss der bettelarme Sünder leider für fünf Euro kaufen dürfen! Wir fanden die Idee gelungen und haben direkt schon einige Themen für eine „JOHA-App“ gesammelt. Wobei DOCAT ja an alle Christen gerichtet ist. Und für eine eigene App müssten wir erstmal Ahnung von Programmierungsgedöns haben. Also: Es kann nicht mehr lange dauern und ihr erfahrt es zuerst. Denn, wer Buschfunk hört ist bestens informiert und verpasst nur den Lärm der Welt.

Für Android-User: Ihr könnt die App „DOCAT“ kostenlos in eurem „Google Playstore“ herunterladen. Aber trotzdem, ein kleiner Tipp der Buschfunk-Redaktion: Passt auf, was ihr dem Papst versprecht!
Für Apple-Jünger: Uns ist’s egal wie ihr euch die App organisiert. Apple zahlt nämlich auch keine Steuern in Deutschland.

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „Gute Arbeit“

Freunde des gesprochenen Wortes,

die kollektive Post-EDF-Krankheitswelle hat auch die Buschfunk-Redaktion ergriffen. Trotzdem ist heute Freitag und das heißt ABLIEFERN! Deshalb möchten wir euch einen kleinen Geheimtipp aus den digitalen Weiten präsentieren. Damit wieder gelacht werden kann, auf den Arbeitsstätten und in den Krankenbetten.

Seit August 2016 betreibt das Team von „Gute Arbeit Originals“ einen Youtube-Kanal mit Sketchen aus allen Themengebieten. Für jüngere Zeitgenossen ist die klassische Sketch-Comedy vielleicht nur noch aus Freitagabenden auf RTL und Sat1 bekannt, das Genre ist jedoch keineswegs tot, wie der Kanal von funk (Junges Angebot von ARD und ZDF) beweist.

Wir interessieren uns natürlich in erster Linie für humorvollen Beiträgen zu Glauben und Religion, deswegen haben wir Euch hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Aber Vorsicht, über Humor lässt sich bekanntlich streiten.

Los geht es mit einer Trauerfeier der besonderen Art. Nicht nur, dass die Heimgegangene eine Vorbildsperson für viele war. Auf manch andere Gäste trifft das leider nicht zu. (Nur das Ende des Sketches haben wir bis heute nicht verstanden…)

Doku-Soaps sind ein viel kritisiertes und doch sehr erfolgreiches TV-Format. Wie der heilige Abend selbst im Trash-Fernsehen übertragen worden wäre, gibt es im folgenden Video zu sehen.

Weg von Weihnachten und hin zum letzen Abendmahl. Wer letzteres organisieren muss, hat es vielleicht schwerer gehabt als gedacht. Und die wichtigste Frage: Wie gut war Jesus‘ Wein wirklich?

Zu guter letzt geht es um die Erschaffung der Erde selbst. Ein Mammutprojekt, das gute Planung, viel Abwägung und alles andere als kindlichen Spielgeist erfordert hat. Warum es besser ist, dass kein Mensch ran musste, seht ihr in folgender vierteiligen Video-Reihe.

Das war es von uns an dieser Stelle. Schaut Euch gerne auch die vielen anderen Videos von „Gute Arbeit Originals“ an. Von uns eine klare Empfehlung, außerdem haben wir durch die Rundfunkgebühren eh schon bezahlt 😉 Nächste Woche gibt es wieder frisch, unbezahltes Futter direkt aus unserer Redaktion.

Robin
Buschfunk-Redaktion

Buchtipp: „Auftreten statt austreten“

Freunde des gesprochenen Wortes,

dieser Artikel erscheint in wenigen Tagen im neuen Gößweinsteiner Gemeindebrief. Dank hervorragender Zusammenarbeit beider Redaktionen, dürfen wir diesen Beitrag allerdings schon jetzt veröffentlichen! Nur kurz sei noch geschrieben – viel Spaß, auf fröhliche Diskussionsrunden!

„Kirche, mach dich halt locker“ – So betitelte damals die Süddeutsche Zeitung ein Portrait über den in München längst bekannten Pfarrer Rainer Maria Schießler. Seit etlichen Jahren macht er auf sich aufmerksam, allerdings nicht durch seine Starallüren, sondern viel mehr dadurch, wie er Kirche in der heutigen Zeit lebt und liebt: Gemeindearbeit zwei Punkt null.

Seit 1993 ist er katholischer Pfarrer in St. Maximilian in München und übernahm im Jahr 2011 auch die Münchner Heilig-Geist Gemeinde am Viktualienmarkt. Wer beide Gotteshäuser kennt, weiß, dass dort jeweils mehr als 400 Gläubige Platz haben. Und das Tolle daran ist: Er schafft es nicht nur an großen Feiertagen, dass reges Treiben in den Kirchen stattfindet. Das heißt allerdings nicht, dass er die Gemeinde wiederbelebt hat, indem die Kirchen nun voll sind, aber vielleicht hat er ein interessantes Angebot geschaffen?

Schießler hat ein Buch verfasst, in dem er seine persönlichen Gedanken und prägenden Lebensgeschichten erzählt. „Du musst die Leute mögen“ und Veränderungen sind Prinzipien des Lebens, für die man Mut braucht. Mit diesen Leitlinien spricht er Klartext und tritt für Transparenz und Offenheit ein. Er wendet sich gegen „schlafwandlerisches Herumdrucksen“ und nimmt zu alltäglichen Gemeindephänomenen Bezug.

Auch berichtet er von scheinbar „revolutionären Ansätzen“, die auf Freiwilligkeit, Selbstverantwortung und Selbstorganisation aufbauen. Ein mögliches Rezept, das den Glauben näherbringt und erfahrbar macht. Nichts braucht so viel Willen zur Freiheit wie der Glaube. Denn der kommt von innen heraus. Und wir erkennen selbst, wenn etwas richtig ist, sich gut anfühlt und stimmig erscheint.

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“. Sätze wie diese, die einen jeden Leser zum Denken anregen, helfen einem zur Selbstreflektion von Glaube, Kirche und Gemeindearbeit.

Mit dem Buch „Auftreten statt austreten“ schafft Rainer M. Schießler eine Diskussionsbasis, die sich für jede christliche Institution zu führen lohnt. Nicht – wie Kritiker ihn sehen – weil er als Besserwisser spricht, sondern weil viel zu wenige eine nicht ermüdende Flamme der Begeisterung in sich tragen, wie sie aus jedem Kapitel seines Buches leuchtet.

Es ist ein leidenschaftliches Manifest über zeitgemäße Verkündigung, das praxisnahe Impulse gibt, damit Kirche von einer Feiertagsinstitution wieder zur zukunftsfähigen Gemeinschaft wird – um der Menschen willen.

Janosch
Buschfunk-Redaktion

 

BUCH INFORMATIONEN

Rainer Maria Schießler: „Himmel, Herrgott, Sakrament – Auftreten statt austreten“
Kösel-Verlag, ISBN-13: 978-3466371471

Bildquelle:
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-biergartenserie-hirschgarten-schiesslers-absoluter-erholungstraum.31c48489-0bd7-453f-be27-a9c12352f61a.html