Freunde des gesprochenen Wortes,

auch wenn der Blick aus dem Redaktionsgebäude etwas anderes verspricht, müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen: Die Blätter halten sich nur noch mit müher Not am wettergegerbten Geäst. Sie klammern sich an die Power des Trees, doch werden sie fallen, bunt und leise. Es herbstet. Und der Buschfunk lullt sich ein in die Depression, um wie ein Phönix voller Elan aus dem Blätterhaufen emporzusteigen.

Ach liebe Hörerinnen und Hörer, wir haben es manchmal nicht leicht. Nein wirklich. Wir Buschfunker und Redaktionsmitglieder sind auch nur Getriebene des #herbstblues. Ein schaffensreicher Sommer liegt hinter uns, die Schule hat wieder angefangen und selbst das Erntedankfest ist vorbei (#dankenochmal). Wir stehen im Dunkeln auf, reiben uns die Redaktionsäuglein und wenn die Feierabendstunde schlägt, ist die Sonne schon wieder von dannen.

Der Alltag hat uns wieder, kein großes Kirchenfest in Sicht. Worauf sollen wir uns denn freuen? Statt abends bei einem Gläschen herbstlich gereiften Traubensaft Pläne zu schmieden und Revolutionen auszuhecken, denken wir lieber über das nächste Pfingsten nach: Was zieh ich an? In welchen Dienst trag ich mich ein? Wie viele gute Gespräche werde ich führen? (Und nochmal zur Kleidung: Soll ich nicht besser jetzt schon bestellen? #irdischesgewand)

Wir wissen, was Ihr jetzt sagt: Moment mal, habt Ihr in Eurer flapsigen Depression nicht ein Fest vergessen? Ist seit 2018 Jahren ein recht großes Ding, kann man selbst in schäbigen Ställen feiern und es gibt Gold… Na, klingelt das was? Glöckchen vielleicht? Klar, geht um Weihnachten. Heiliger Abend, X-mas oder Feliz Navidad, senoritas!!

Ja, natürlich ist das auch noch etwas hin. Genauer gesagt sechsundsechzig Tage oder auch 95.040 Minuten. Aber kommt schon, gefühlt stehen Weihnachts-Schoko-Mandel-Zimt-Marzipan-Honig-Printen-Nelken-Weihnachtsmänner und Plätzchen schon seit Monaten in den Regalen.  Riecht Ihr nicht auch schon den Glühwein? Leute, es geht wieder los!!! 

Viel wichtiger aber als das nahende Fest: die Vorbereitung. Noch näher sind nämlich die Weihnachtsmärkte, die in zahlreichen Gemeinden wieder anstehen. Und da gibt es viel, also wirklich viel zu tun. Jede Woche braucht eine neue Gemeinde Hilfe: neben Ständen bauen und Kerzen großziehen, gilt es Handzettel zu verteilen (#cnd2019), Kränze und Holz-Engelchen zu künstlern, Lichter der Kraft an den Sternenhimmel zu tackern, Gebäck mit süßesten Kariesbomben zu verzieren und herzzereißende Weihnachtsgeschichten aus verstaubten Literaturschinken auszugraben. Und wenn möglich, sollte all das auch noch mit einem Lächeln passieren. Wo bleibt da Zeit für eine Herbstdepression?!

Wir haben das mal durchgerechnet, an sich alles ganz easy: Jede gern gemachte, ehrenamtliche Arbeit im Prä-Advent (also die vier Wochen vor den vier Wochen vor Weihnachten) wird auf Eurer Lebensblume mit dem Multiplikakator von 2,4 verrechnet. Wichtig ist nur, dass Ihr die Belege behaltet und notfalls oben nochmal dran erinnert. #bürokratieofheaven

Also: Wer in der Weihnachtszeit früh mit dem #schaffendürfen anfängt, mittags weitermacht und abends zur Hochform aufläuft, der erzielt nicht nur für sich, sondern für alle seine Nächsten eine Win-Win-Win-Win-Win-Situation. Aber jetzt mal ehrlich, wir wissen eine anstrengende Zeit steht bevor, aber ist sie doch perfekt geeignet, um jeder Form von #herbstblues entgegenzutreten.

Also anstatt Sommer, KiTaWo und Erntedankfest hinterherzutrauern, gilt es entgegenzufeiern. Und zu arbeiten. Es gibt wirklich genug zu tun und wenn wir eines nun wirklich nicht erlebt haben in den letzten 2018 Jahren, dann, dass unsere Arbeit und Engagement nicht gebraucht werden.

Die drei heiligen Könige habens auch nur pünktlich zum 24. Dezember in den Stall geschafft, weil sie rechtzeitig losgelaufen sind…

Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

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