Kolumne „Weil wir uns brauchen“

Freunde des gesprochenen Wortes,

alleine lebt es sich schlecht. Und liebt sich schlecht. Und streitet sich schlecht. Ohne einander wäre es entspannter und langweiliger. Die Gemeinschaft schafft Gemeines und Gut-Gemeintes. Weil wir uns brauchen, diese Kolumne…

Neulich: Mein Gemeinschafts-Helfer hat mich gefragt, ob ich zum Arbeitseinsatz da bin. Hab die Frage nicht verstanden, war gerne dabei am Montag. Genau wie Dienstag, Mittwoch und den Rest der Woche. In der Gemeinschaft ist doch am schönsten! Alle waren da und sehen es genauso.
Auch.
Wie ich.
Gemeinschaft ist toll.
Wir verstehen uns alle. Warum auch streiten? So schön in der Gemeinschaft. Wir gehen alle Probleme gemeinsam an und #schaffendürfen es dann auch. Wenn einer strauchelt, ist sein Nächster zur Stelle. Jeder für das schwächste Glied. Weil wir uns so gut verstehen, kommen jeden Tag neue Freunde hinzu. Weil sie sich wohl fühlen. Wie wir…

Ganz so ist es nicht. Die Gemeinschaft, die Glaubensgemeinschaft ist schön. Wären da nicht die anderen. Zugegeben: Manchmal sind wir schon anstrengend. Mit unseren Macken und Wichtigkeiten. Wir wollen Wertschätzung und vielleicht auch mal ein LAUTES DANKE! Wir reden nicht miteinander, wir machen Fehler, wir verurteilen uns und hauptsächlich den Anderen. Anstatt uns zu vertrauen, gehen wir auf Nummer sicher und dem Unangenehmen aus dem Weg.

Es ist ja grad WM: Fast wie bei einer Fußball-Mannschaft, die sich lieber selbst foult, anstatt den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen. Klassische 1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-Aufstellung. Jogi ist stocksauer und die Ersatzbank rappelvoll. #wmvergleich #gehtimmer #pulsderzeit

Manchmal lohnt ein Schritt zurück. Mit leerem Kopf neu starten. Alles auf Anfang. Was wünschen wir uns von einer Gemeinschaft? Einer, die uns anziehen würde. Wo wir von außen drauf schauen und sagen: KRASS, DIGGA! Da möchte ich mitmachen, da möchte ich dazugehören. Was wäre das für eine Gemeinschaft? Wo muss ich unterschreiben?

Ein Buschfunk-internes Brainstorming hat folgendes repräsentativ-valides Ergebnis hervorgebracht: Die Gemeinschaft bringt den Mut auf, zueinander zu gehen. Sie redet ehrlich miteinander und hält andere Meinungen aus. Sie vertraut. Sie ist engagiert. Sie akzeptiert, wie andere sind und versteht Rückschläge als Teil von sich. Gemeinschaft lernt sich kennen, statt zu urteilen. Gemeinschaft verzeiht und hat stets Bier kalt stehen. Und vor allem: Gemeinschaft bleibt ruhig.

Gemeinschaft kann also toll sein. Warum gründen wir nicht einen Kegelclub oder fahren “gemeinschaf” Kanu? #kegelrenaissance #kanulifestyle Eine Glaubensgemeinschaft ist mehr. Wir treffen uns nicht für Pokale, Spiel und FUN! Also gut, auch manchmal. Aber eigentlich, weil uns ein Gefühl verbindet. Emotions, baby! Wir trennen uns nicht, wenn wir umziehen, die Saison vorbei ist und wir zu alt für den Scheiß sind. Wir (er)tragen uns ein Leben lang. Und länger.

An sich ist es ja echt easy… Das Umsetzen, was wir eh geil finden. Nicht gleich alles auf einmal. Kleine Schritte. #tap #tap Uns gegenseitig mehr zutrauen und aufeinander zugehen. Zuhören. Reden. Ruhig Bleiben. Wer, wenn nicht wir? Dann sind wir von ganz alleine #shiny für die Außenwelt. Aber auch für uns. Weil wir uns brauchen.

Robin & Janosch
Buschfunk-Redaktion

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