Janosch

Netz-Tipp: „Vater Unser“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wahrscheinlich ist es die bekannteste Hotline der Welt, für viele Retter in der Not und seit Ewigkeiten bekannt: das „Vater Unser“. Doch was bedeutet das Zwiegspräch mit Gott? Wie hat es sich entwickelt und warum ist es immer noch aktuell? Zeit für eine intensive Auseinandersetzung…

Es ist das bekannteste Gebet des Christentums. Seit Jahrhunderten hat es jede Revolution überlebt und und hat sich kaum verändert. Doch was beten wir da genau? Was bedeuten die Bitten, und welche Geschichte steckt dahinter. 

Das „Vater Unser“ ist in zwei verschiedenen Fassungen überliefert: einmal im Buch Lukas und außerdem im Matthäus-Evangelium. Dort ist es das zentrale Thema der Bergpredigt. Jesus Christus gibt es seinen Zuhörern an die Hand, sie können sich somit direkt an ihren „Vater im Himmel“ wenden und es kann ein intimes und persönliches Verhältnis jedes Einzelnen mit Gott entstehen.

Wir Johannis-Christen beten das Gebet etwas anders: „Denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit. In Christo Jesu.“  Die Bitte „In Christo Jesu“ bezieht sich auf Johannes 16, 23-27. 

Der BR hat mit dem Bildungskanal der ARD „alpha“  eine Serie 2017 über Herkunft und die Bedeutungen der einzelnen Bestandteile des Vater Unser produziert. Insgesamt sind es neun Kurzfilme und jede Folge dauert ca. 15 Minuten. Klickt einfach auf das Bild und schon kommt ihr in die BR-Mediathek.

Vielleicht gibt die Dokuserie ja den ein oder anderen Anstoß über das Vater Unser nochmal neu nachzudenken.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Hühneraugenhöhe“

Freunde des gesprochenen Wortes,

Christen sind gut beraten schlechte Kopfrechner zu sein. Denn egal ob katholisch, evangelisch oder johannisch: Wir sind eine heimgehende Sorte, nur das keiner nachkommt. Beim Blick auf die Zahlen ist das sicherer als das Amen in der Kirche. Woran liegt’s und was kann jeder tun? Wir wären nicht der Buschfunk, wenn wir nicht zumindest einen unausgereiften Master-Plan in der Redaktionsschublade hätten.

Wie soll’s bloß weitergehen? Mal ehrlich. 367.504 allein im Jahr 2017. Das ist leider nicht der Jahresverdienst eines unterqualifizierten, doch sehr engagierten Buschfunk-Redakteurs und auch nicht die Mitgliedszahl der Johannischen Kirche. Sondern das sind die Austrittszahlen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland. So viele Menschen sind weg. In nur einem Jahr. #keinBock #machtEurenScheißAlleine #mannÜberBord

Was wir hier mal galant übergehen (okay jetzt doch nicht), sind diejenigen fleißigen Beitragszahler, die rein gar nichts mehr mit Kirche, Gott oder christlichem Glauben anfangen können. #trotzdemDankeFürDieKohle Sogenannte Karteileichen. Gut für die Kasse, doch im Kern meist schon verloren. Wer bleibt dann noch übrig? Das hört sich für die großen Kirchen ja echt übel an. Nur gut, dass wir keine genauen Zahlen unserer Kirche kennen…

Doch das Ergebnis dieser hochkomplexen mathematischen Subtraktionsformel (also eine durch und durch negative Minusrechnung mit schlechtem Ergebnis) bleibt überall das gleiche: leere Kirchen und ein immer ärmer werdendes Gemeindeleben. Das ist traurig. Nicht wegen antiquierten Bräuchen, einer verrosteten Institution oder gar steifer Tradition. Mal ehrlich: Scheiß auf Tradition! #futureRocks #cyberchurch

Aber es ist traurig. Weil auch viele der jungen Generation weiter nach einer spirituellen Ausrichtung suchen. Sich in einer anonymen und leistungsgetriebenen Gesellschaft nach dem Zusammenhalt, Trost und genau dem positiven Grundgefühl sehnen, die einem der Glaube an Nächstenliebe und die dazugehörige Gemeinschaft bieten können. Diese Abkehr ist zum einen verständlich, da sich alle Kirchen selbst immer unattraktiver gemacht haben und sich teilweise komplett der Gegenwart verweigern: Sie gehen nicht mit der Zeit, sie gehen mit der Zeit. #geilerKalenderspruchRainer

Realitätscheck Gegenwart: Um junge Leute wieder für die Kirche zu begeistern, müsste diese wahrscheinlich ein Backpack-Büro in Melbourne eröffnen, Jeeps im Nationalpark verleihen und Surfkurse zur Konfirmation verschenken. Klingt grundsätzlich geil, ist aber nicht der eigentliche Gedanke dieser Kolumne (wobei’s geil wär…)

Dass Weltreisen, der chronische Hass gegen langfristige Verpflichtungen und ein möglichst episodenhaftes Abenteurerleben den Wünschen vieler junger Leute entspricht, ist klar. Der “Glaube a la Carte” ist nicht umsonst beliebter denn je. Die Frage ist, wie Kirche (und damit jeder, der diese erhalten will) damit umgehen. An dieser Stelle verweisen wir auf den Münchner (logo) katholischen Geistlichen Rainer Maria Schießler:

“Die Ströme fließen in die Gegenrichtung, von uns fort, und wir Priester, so schwer das einigen fallen wird, müssen runter von unserem hohen Ross und wieder lernen, dass wir jedem, wirklich jedem Menschen in unserer Gemeinde im positiven Sinne hinterherlaufen und um jeden Gläubigen kämpfen müssen. Lernen, dass wir Dienstleister sind im Glauben, dass wir jeden Tag Fußwaschung haben, nicht nur symbolisch, nicht nur für die Länge eines schönen Chorals und nur einmal im Jahr am Gründonnerstag, sondern täglich geht der Pfarrer mit mir auf Augenhöhe - und noch tiefer: auf Hühneraugenhöhe.”
Rainer Maria Schießler

Schießlers Aussagen zeugen natürlich von großer Selbstkritik (und damit hat er dem Buschfunk definitiv was voraus…). Die Priester müssten von ihrem hohen Ross herunter, meint er. #rossUndReiter Wir möchten sogar weitergehen und behaupten, dass dies jeden betrifft. Jeder, der ernsthaft über Glauben spricht, ist in solchen Momenten Priester. Gerade in einer – naja – kleineren Kirche (suchet Euch ein beliebiges Beispiel). #kleinAberFein #wiegenStattZählen

Hühneraugenhöhe kann ein Maßstab sein, wie wir miteinander umgehen. Jeden Tag eine Fußwaschung: Mit denen, die noch da sind. Mit denen, die sich interessieren oder gerade gehen. Oder mit denen, die nach langer Zeit vielleicht mal wieder vorbeischauen. #verlorenerSohn #Heimweh #dasNächsteBierGehtAufMich Keine Besserwisserei, kein Erheben oder Belehren. Und sich nicht zu schade sein, auch noch den letzten Schritt zu gehen. Um jeden kämpfen, der Interesse am Glauben hat. Und bevor jetzt jemand schreit: Hier ist natürlich wichtig zu unterscheiden, ob sich jemand wegen dem Glauben selbst oder “nur” wegen der Institution von der Kirche abwendet.

Wer ernsthaft Interesse hat am Fortbestehen so vieler Gemeinden und Lebensmittelpunkte, die Halt geben, kann die Verantwortung nicht auf die noch verbliebenen Priester, Pfarrer, Prediger, Geistlichen oder was-weiß-ich-wie-die-sonst-noch-heißen schieben. Ganz egal, welcher Religion oder Konfession. #istDeinJob #habMichNichtGemeldet #DienstNochZuVergeben

Der Fahrplan für die Rettung des christlichen Glaubens ist letztlich super easy und kommt vom Son-of-Heaven selbst: Wer andern seine Füße wäscht, sollte diese auch noch abtrocknen. Wenn wir uns dafür nicht zu schade sind und den Menschen im positiven Sinne hinterherlaufen, klappt’s auch mit den Glaubensfreunden.

Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

 

Interview „Johannisches Archiv“

Freunde des gesprochenen Wortes,

WE ARE BACK! Mit Pauken und Trompeten melden wir uns aus der Winterpause zurück und wie gewohnt mit einem echten Knaller. Jahrelang haben wir es versucht, jetzt endlich hat es geklappt. In dieser Folge geht es um das Johannische Kirchenarchiv.

„Wenn etwas halten soll, lagere es gut.“ Das kommt zwar nicht von irgendeinem berühmten Philosophen, hört sich aber trotzdem schlau an. Und deswegen haben wir mit Johannes Franke über seinen neuen Job im Johannischen Archiv gesprochen. Welche Geheimnisse lauern hinter dem nächsten Aktenordner und was macht Johannes da eigentlich den ganzen Tag? Im Gespräch bekommen wir spannende Einblicke hinter die Kulissen.

Welche historischen Schätze alle erhalten werden konnte, wie man diese am besten lagert und was Johannes heimliches Lieblingsstück ist, erfahrt Ihr im Podcast.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Interview „Johannisch auf Englisch“

Friends of the spoken word,

wir freuen uns totally Euch zu einer very special Folge des Bushfunks zu begrüßen. Mit Glaube und Sprache ist das so ein thing und da wir selbst überhaupt no clue haben, freuen wir uns, dass wir einen echten expert für dieses Interview gewinnen konnten. Eine Folge über language….

Wer etwas übersetzen will, schaut in ein dictionary oder Wörterbuch oder so. Was aber, wenn Begriffe wie „Abbeten“ oder „Geistfreundrede“ da gar nicht drin stehen, also not auffindbar sind. Diesem Problem stellen sich die Autorinnen und authors der englischen, johannischen Kirchenzeitung „Our Church“. Und deshalb haben wir uns downgesittet mit unserem Lieblings-Prediger-Engländer Andrew Smyth, um über die Tücken der Übersetzung zu sprechen und die Herausforderungen eine Glaubenslehre zu translaten.

Was „johannisch“ auf englisch heißt, wer noch alles im Dolmetscher-Team mitmischt und warum der „native speaker“ Andrew trotzdem den Kirchensegen auf deutsch erteilt, erfahrt ihr im Podcast.

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Janosch
Buschfunk-Redaktion

Buschfunk „Your Wunschzettel, Our Workzettel“

Freunde des gesprochenen Wortes,

jetzt gibt’s was auf die Weihnachtsmütze! Der Heiland hat sich angekündigt und deshalb stehen in den kommenden Wochen wieder die Johannischen Weihnachtsmärkte an. Weil diese sich nicht von alleine machen (#überraschung), dürfen wir alle gemeinsam wieder liefern. Für die unter Euch, die noch mit der Motivation kämpfen, liefert heute erstmal der Buschfunk.

Am 1. Advent in Düsseldorf, im Berliner Sankt-Michaels-Heim, auf Gut Schönhof, in Velten, Wittenberg und in Ahrensburg, am 2. Advent dann in Berlin-Kaulsdorf und im brandenburgischen Waldfrieden. Nicht zu vergessen noch der 3. Advent im schönen Dresden. Viele Weihnachtsmärkte bedeuten viel Arbeit und deshalb haben wir wieder eine breit gefächerte Marketing-Kampagne für unsere eigene Motivation gestartet. Nicht, dass wir das nötig hätten, wir hatten einfach noch Zeit über. 

Also lauscht rein ins Radio Polar, mit Christmas-Rudi und einigen Werbespots für all euch fleißigen Bienchen da draußen. Denn vergesst nicht:

Die anderen schreiben Wunschzettel, wir arbeiten sie ab.
Zitat zum Advent

Ab Mittwoch, den 28. November 2018, darf im Waldfrieden mit Euch geschafft werden. Wenn Ihr beim Aufbau und generell beim Markt mithelfen wollt, nach Schlafplätzen oder weiteren Infos sucht, meldet Euch gerne bei Matze. Hier seine Kontaktdaten:

Matthias Klavehn
Tel.: 033731/10556
E-Mail: matthias@klavehn.de

Natürlich kann aber auch bei all den anderen Märkten viel geholfen werden, wendet Euch bei Bock bitte an die jeweils Verantwortlichen.

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Dimitri, Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „Follow Jesus Christ Go“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wer erinnert sich noch den Hype des Sommers 2016? Die jungen Leute saßen plötzlich nicht mehr vor ihren bösen Bildschirmen in ihren dunklen Zimmern. Stattdesssen liefen sie desorientiert durch die Straßen, den Blick stets auf den eigenen Handydisplay getackert. Das Mobile-Spiel „Pokemon Go“ löste eine riesige Faszination aus, von dem nun auch Kirchenkreise profitieren wollen.

Bei „Pokemon Go“ ging es darum, die beliebten Monster des japanischen Spieleherstellers Nintendo nicht mehr nur auf dem alten Gameboy und seinen Nachfolgern zu fangen. #yougottacatchthemall
Stattdessen nutzte die App das GPS-System, was heute in jedem modernen Smartphone verbaut ist. Die Spieler liefen also plötzlich durch die echte Welt, um an bestimmten Straßenecken Pokemon im Spiel zu fangen.

Laut der BBC haben die Macher damit fast zwei Millarden Dollar erwirtschaftet, auch wenn der Hype nicht mehr ganz so groß ist wie noch vor zwei Jahren.

Anlässlich des bevorstehendne Weltjugendtag in Panama springt mit „Follow JC Go!“ jetzt die katholische Kirche auf den Zug auf. Das Spiel ähnelt dabei sehr seinem Vorbild, nur dass man anstatt kleinen Kult-Monstern, jetzt Heilige und Bibel-Persönlichkeiten einfängt. Moment, nein natürlich nicht! Stattdessen trifft der Spieler diese beim Rumlaufen in der realen Welt und muss ein paar religiöse Quiz-Fragen beantworten. Bei richtigen Antworten schließen sich diese dann dem eigenen „Evangelisierungs-Team“ an. Irre!

Wer falsch antwortet, kann es gegen ein paar „Denarios“, also die spieleigene Währung, noch einmal probieren. Diese bekommt man, wenn man zum Beispiel an Kirchen oder Krankenhäusern vorbeigeht und für die Armen und Kranken betet. (Wobei wir nicht wissen, ob die App die Gebete auch tatsächlich überprüfen kann…)

Wir selbst konnten die App leider noch nicht ausprobieren, da unsere Spanisch-Kenntnisse mager bis unterdurchschnittlich sind und das Spiel momentan nur diese Sprache unterstützt. Weitere sollen aber bald folgen.

Probiert es also gerne mal aus und bildet eine krasses Evangelisierungsteam. Wirklich irre!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Dem Herbst Entgegenfeiern“

Freunde des gesprochenen Wortes,

auch wenn der Blick aus dem Redaktionsgebäude etwas anderes verspricht, müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen: Die Blätter halten sich nur noch mit müher Not am wettergegerbten Geäst. Sie klammern sich an die Power des Trees, doch werden sie fallen, bunt und leise. Es herbstet. Und der Buschfunk lullt sich ein in die Depression, um wie ein Phönix voller Elan aus dem Blätterhaufen emporzusteigen.

Ach liebe Hörerinnen und Hörer, wir haben es manchmal nicht leicht. Nein wirklich. Wir Buschfunker und Redaktionsmitglieder sind auch nur Getriebene des #herbstblues. Ein schaffensreicher Sommer liegt hinter uns, die Schule hat wieder angefangen und selbst das Erntedankfest ist vorbei (#dankenochmal). Wir stehen im Dunkeln auf, reiben uns die Redaktionsäuglein und wenn die Feierabendstunde schlägt, ist die Sonne schon wieder von dannen.

Der Alltag hat uns wieder, kein großes Kirchenfest in Sicht. Worauf sollen wir uns denn freuen? Statt abends bei einem Gläschen herbstlich gereiften Traubensaft Pläne zu schmieden und Revolutionen auszuhecken, denken wir lieber über das nächste Pfingsten nach: Was zieh ich an? In welchen Dienst trag ich mich ein? Wie viele gute Gespräche werde ich führen? (Und nochmal zur Kleidung: Soll ich nicht besser jetzt schon bestellen? #irdischesgewand)

Wir wissen, was Ihr jetzt sagt: Moment mal, habt Ihr in Eurer flapsigen Depression nicht ein Fest vergessen? Ist seit 2018 Jahren ein recht großes Ding, kann man selbst in schäbigen Ställen feiern und es gibt Gold… Na, klingelt das was? Glöckchen vielleicht? Klar, geht um Weihnachten. Heiliger Abend, X-mas oder Feliz Navidad, senoritas!!

Ja, natürlich ist das auch noch etwas hin. Genauer gesagt sechsundsechzig Tage oder auch 95.040 Minuten. Aber kommt schon, gefühlt stehen Weihnachts-Schoko-Mandel-Zimt-Marzipan-Honig-Printen-Nelken-Weihnachtsmänner und Plätzchen schon seit Monaten in den Regalen.  Riecht Ihr nicht auch schon den Glühwein? Leute, es geht wieder los!!! 

Viel wichtiger aber als das nahende Fest: die Vorbereitung. Noch näher sind nämlich die Weihnachtsmärkte, die in zahlreichen Gemeinden wieder anstehen. Und da gibt es viel, also wirklich viel zu tun. Jede Woche braucht eine neue Gemeinde Hilfe: neben Ständen bauen und Kerzen großziehen, gilt es Handzettel zu verteilen (#cnd2019), Kränze und Holz-Engelchen zu künstlern, Lichter der Kraft an den Sternenhimmel zu tackern, Gebäck mit süßesten Kariesbomben zu verzieren und herzzereißende Weihnachtsgeschichten aus verstaubten Literaturschinken auszugraben. Und wenn möglich, sollte all das auch noch mit einem Lächeln passieren. Wo bleibt da Zeit für eine Herbstdepression?!

Wir haben das mal durchgerechnet, an sich alles ganz easy: Jede gern gemachte, ehrenamtliche Arbeit im Prä-Advent (also die vier Wochen vor den vier Wochen vor Weihnachten) wird auf Eurer Lebensblume mit dem Multiplikakator von 2,4 verrechnet. Wichtig ist nur, dass Ihr die Belege behaltet und notfalls oben nochmal dran erinnert. #bürokratieofheaven

Also: Wer in der Weihnachtszeit früh mit dem #schaffendürfen anfängt, mittags weitermacht und abends zur Hochform aufläuft, der erzielt nicht nur für sich, sondern für alle seine Nächsten eine Win-Win-Win-Win-Win-Situation. Aber jetzt mal ehrlich, wir wissen eine anstrengende Zeit steht bevor, aber ist sie doch perfekt geeignet, um jeder Form von #herbstblues entgegenzutreten.

Also anstatt Sommer, KiTaWo und Erntedankfest hinterherzutrauern, gilt es entgegenzufeiern. Und zu arbeiten. Es gibt wirklich genug zu tun und wenn wir eines nun wirklich nicht erlebt haben in den letzten 2018 Jahren, dann, dass unsere Arbeit und Engagement nicht gebraucht werden.

Die drei heiligen Könige habens auch nur pünktlich zum 24. Dezember in den Stall geschafft, weil sie rechtzeitig losgelaufen sind…

Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

Interview „Nah dran“ mit Jörg Staroske

Freunde des gesprochenen Wortes,

in einer weiteren Ausgabe unseres investigativen Erfolgsformat kommen wir ganz „Nah dran“ an einen echten Kerl. Nicht weil er die krassesten Maschinen dressiert, Mammutbäume fällt und mit Feuerwehrschläuchen rumspritzt, sondern weil seine Einstellung mitreißend ist. Wo unsereins verzweifelt vor der Kettensäge steht, ist er schon längst am #schaffendürfen.

Jörg Staroske kennen wir nicht nur als JoKiWa-Betreuer, sondern vor allem als tatkräftigen Macher in der Friedensstadt. Und hier werkelt er seit Jahrzehnten, reißt Häuser ab, wirft Bäume um, rettet Katzenbabys, löscht Brände und baut zur Not neue Abwassersysteme. Doch wie kam das alles? Was treibt Jörg an und wie ist er eigentlich in die Friedensstadt gekommen? Besonders, weil Jörg neben der Stadt aufgewachsen ist als sie noch eine russische Garnison war, versprach ein Gespräch mit ihm sehr viel Spannendes. Aber überzeugt Euch einfach selbst…

Woher Jörg seine Motivation zieht, was ihm 100 Jahre Friedensstadt bedeuten und ob er schon Panzer gefahren ist, erfahrt Ihr im Podcast. Nur im Podcast…

Und ganz generell: Eigentlich könnten wir uns alle ein klitzekleines Beispiel an Jörg nehmen (also vor allem Ihr). Muss ja nicht jeder Bäume fällen, sondern ein Jeder kann #schaffendürfen in seinem Bereich.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „10 Fakten zum Christentum“

Freunde des gesprochenen Wortes,

da zurzeit WM ist und wir für neue Recherchen in G*****, *räusper* ähhhhh Russland sind, empfehlen wir euch diese Woche deinen genialen Netztipp…

Lässt man die Tage Revue passieren, so sind wir uns einig. Es war eine katastrophale Leistung, unserer Jungs. Also nicht von der Jugend, sondern von Jogis Jugend. Es gab einige Millionen Bundestrainer die sämtliche Kad(t)erplanungen durchdiskutierten und alle haben schon die Ergebnisse im voraus gewusst. Aber am Ende alles egal: Was war los? Lähmend, satt und absolut verwirrt…

Da wir Christen sind, spielen wir nicht mit elf, sondern mit zehn Feldspielern. Deswegen auch die für Euch zehn Fakten zum Christentum. Wir wünschen euch viel Vergnügen und haben nur eine Frage: Wo war eigentlich der Fußballgott? Um uns von diesen relevanten Fragen abzulenken, empfehlen wir eine hochwertige Doku mit alledem, was wir über das Christentum bisher nicht wussten. ZDF. Finanziert von Ihren Rundfunkgebühren…

Beste Grüße und ein schönes Wochenende!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Weil wir uns brauchen“

Freunde des gesprochenen Wortes,

alleine lebt es sich schlecht. Und liebt sich schlecht. Und streitet sich schlecht. Ohne einander wäre es entspannter und langweiliger. Die Gemeinschaft schafft Gemeines und Gut-Gemeintes. Weil wir uns brauchen, diese Kolumne…

Neulich: Mein Gemeinschafts-Helfer hat mich gefragt, ob ich zum Arbeitseinsatz da bin. Hab die Frage nicht verstanden, war gerne dabei am Montag. Genau wie Dienstag, Mittwoch und den Rest der Woche. In der Gemeinschaft ist doch am schönsten! Alle waren da und sehen es genauso.
Auch.
Wie ich.
Gemeinschaft ist toll.
Wir verstehen uns alle. Warum auch streiten? So schön in der Gemeinschaft. Wir gehen alle Probleme gemeinsam an und #schaffendürfen es dann auch. Wenn einer strauchelt, ist sein Nächster zur Stelle. Jeder für das schwächste Glied. Weil wir uns so gut verstehen, kommen jeden Tag neue Freunde hinzu. Weil sie sich wohl fühlen. Wie wir…

Ganz so ist es nicht. Die Gemeinschaft, die Glaubensgemeinschaft ist schön. Wären da nicht die anderen. Zugegeben: Manchmal sind wir schon anstrengend. Mit unseren Macken und Wichtigkeiten. Wir wollen Wertschätzung und vielleicht auch mal ein LAUTES DANKE! Wir reden nicht miteinander, wir machen Fehler, wir verurteilen uns und hauptsächlich den Anderen. Anstatt uns zu vertrauen, gehen wir auf Nummer sicher und dem Unangenehmen aus dem Weg.

Es ist ja grad WM: Fast wie bei einer Fußball-Mannschaft, die sich lieber selbst foult, anstatt den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen. Klassische 1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-Aufstellung. Jogi ist stocksauer und die Ersatzbank rappelvoll. #wmvergleich #gehtimmer #pulsderzeit

Manchmal lohnt ein Schritt zurück. Mit leerem Kopf neu starten. Alles auf Anfang. Was wünschen wir uns von einer Gemeinschaft? Einer, die uns anziehen würde. Wo wir von außen drauf schauen und sagen: KRASS, DIGGA! Da möchte ich mitmachen, da möchte ich dazugehören. Was wäre das für eine Gemeinschaft? Wo muss ich unterschreiben?

Ein Buschfunk-internes Brainstorming hat folgendes repräsentativ-valides Ergebnis hervorgebracht: Die Gemeinschaft bringt den Mut auf, zueinander zu gehen. Sie redet ehrlich miteinander und hält andere Meinungen aus. Sie vertraut. Sie ist engagiert. Sie akzeptiert, wie andere sind und versteht Rückschläge als Teil von sich. Gemeinschaft lernt sich kennen, statt zu urteilen. Gemeinschaft verzeiht und hat stets Bier kalt stehen. Und vor allem: Gemeinschaft bleibt ruhig.

Gemeinschaft kann also toll sein. Warum gründen wir nicht einen Kegelclub oder fahren “gemeinschaf” Kanu? #kegelrenaissance #kanulifestyle Eine Glaubensgemeinschaft ist mehr. Wir treffen uns nicht für Pokale, Spiel und FUN! Also gut, auch manchmal. Aber eigentlich, weil uns ein Gefühl verbindet. Emotions, baby! Wir trennen uns nicht, wenn wir umziehen, die Saison vorbei ist und wir zu alt für den Scheiß sind. Wir (er)tragen uns ein Leben lang. Und länger.

An sich ist es ja echt easy… Das Umsetzen, was wir eh geil finden. Nicht gleich alles auf einmal. Kleine Schritte. #tap #tap Uns gegenseitig mehr zutrauen und aufeinander zugehen. Zuhören. Reden. Ruhig Bleiben. Wer, wenn nicht wir? Dann sind wir von ganz alleine #shiny für die Außenwelt. Aber auch für uns. Weil wir uns brauchen.

Robin & Janosch
Buschfunk-Redaktion