Janosch

Interview „Johannisches Archiv“

Freunde des gesprochenen Wortes,

WE ARE BACK! Mit Pauken und Trompeten melden wir uns aus der Winterpause zurück und wie gewohnt mit einem echten Knaller. Jahrelang haben wir es versucht, jetzt endlich hat es geklappt. In dieser Folge geht es um das Johannische Kirchenarchiv.

„Wenn etwas halten soll, lagere es gut.“ Das kommt zwar nicht von irgendeinem berühmten Philosophen, hört sich aber trotzdem schlau an. Und deswegen haben wir mit Johannes Franke über seinen neuen Job im Johannischen Archiv gesprochen. Welche Geheimnisse lauern hinter dem nächsten Aktenordner und was macht Johannes da eigentlich den ganzen Tag? Im Gespräch bekommen wir spannende Einblicke hinter die Kulissen.

Welche historischen Schätze alle erhalten werden konnte, wie man diese am besten lagert und was Johannes heimliches Lieblingsstück ist, erfahrt Ihr im Podcast.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Interview „Johannisch auf Englisch“

Friends of the spoken word,

wir freuen uns totally Euch zu einer very special Folge des Bushfunks zu begrüßen. Mit Glaube und Sprache ist das so ein thing und da wir selbst überhaupt no clue haben, freuen wir uns, dass wir einen echten expert für dieses Interview gewinnen konnten. Eine Folge über language….

Wer etwas übersetzen will, schaut in ein dictionary oder Wörterbuch oder so. Was aber, wenn Begriffe wie „Abbeten“ oder „Geistfreundrede“ da gar nicht drin stehen, also not auffindbar sind. Diesem Problem stellen sich die Autorinnen und authors der englischen, johannischen Kirchenzeitung „Our Church“. Und deshalb haben wir uns downgesittet mit unserem Lieblings-Prediger-Engländer Andrew Smyth, um über die Tücken der Übersetzung zu sprechen und die Herausforderungen eine Glaubenslehre zu translaten.

Was „johannisch“ auf englisch heißt, wer noch alles im Dolmetscher-Team mitmischt und warum der „native speaker“ Andrew trotzdem den Kirchensegen auf deutsch erteilt, erfahrt ihr im Podcast.

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Janosch
Buschfunk-Redaktion

Buschfunk „Your Wunschzettel, Our Workzettel“

Freunde des gesprochenen Wortes,

jetzt gibt’s was auf die Weihnachtsmütze! Der Heiland hat sich angekündigt und deshalb stehen in den kommenden Wochen wieder die Johannischen Weihnachtsmärkte an. Weil diese sich nicht von alleine machen (#überraschung), dürfen wir alle gemeinsam wieder liefern. Für die unter Euch, die noch mit der Motivation kämpfen, liefert heute erstmal der Buschfunk.

Am 1. Advent in Düsseldorf, im Berliner Sankt-Michaels-Heim, auf Gut Schönhof, in Velten, Wittenberg und in Ahrensburg, am 2. Advent dann in Berlin-Kaulsdorf und im brandenburgischen Waldfrieden. Nicht zu vergessen noch der 3. Advent im schönen Dresden. Viele Weihnachtsmärkte bedeuten viel Arbeit und deshalb haben wir wieder eine breit gefächerte Marketing-Kampagne für unsere eigene Motivation gestartet. Nicht, dass wir das nötig hätten, wir hatten einfach noch Zeit über. 

Also lauscht rein ins Radio Polar, mit Christmas-Rudi und einigen Werbespots für all euch fleißigen Bienchen da draußen. Denn vergesst nicht:

Die anderen schreiben Wunschzettel, wir arbeiten sie ab.
Zitat zum Advent

Ab Mittwoch, den 28. November 2018, darf im Waldfrieden mit Euch geschafft werden. Wenn Ihr beim Aufbau und generell beim Markt mithelfen wollt, nach Schlafplätzen oder weiteren Infos sucht, meldet Euch gerne bei Matze. Hier seine Kontaktdaten:

Matthias Klavehn
Tel.: 033731/10556
E-Mail: matthias@klavehn.de

Natürlich kann aber auch bei all den anderen Märkten viel geholfen werden, wendet Euch bei Bock bitte an die jeweils Verantwortlichen.

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Dimitri, Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp: „Follow Jesus Christ Go“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wer erinnert sich noch den Hype des Sommers 2016? Die jungen Leute saßen plötzlich nicht mehr vor ihren bösen Bildschirmen in ihren dunklen Zimmern. Stattdesssen liefen sie desorientiert durch die Straßen, den Blick stets auf den eigenen Handydisplay getackert. Das Mobile-Spiel „Pokemon Go“ löste eine riesige Faszination aus, von dem nun auch Kirchenkreise profitieren wollen.

Bei „Pokemon Go“ ging es darum, die beliebten Monster des japanischen Spieleherstellers Nintendo nicht mehr nur auf dem alten Gameboy und seinen Nachfolgern zu fangen. #yougottacatchthemall
Stattdessen nutzte die App das GPS-System, was heute in jedem modernen Smartphone verbaut ist. Die Spieler liefen also plötzlich durch die echte Welt, um an bestimmten Straßenecken Pokemon im Spiel zu fangen.

Laut der BBC haben die Macher damit fast zwei Millarden Dollar erwirtschaftet, auch wenn der Hype nicht mehr ganz so groß ist wie noch vor zwei Jahren.

Anlässlich des bevorstehendne Weltjugendtag in Panama springt mit „Follow JC Go!“ jetzt die katholische Kirche auf den Zug auf. Das Spiel ähnelt dabei sehr seinem Vorbild, nur dass man anstatt kleinen Kult-Monstern, jetzt Heilige und Bibel-Persönlichkeiten einfängt. Moment, nein natürlich nicht! Stattdessen trifft der Spieler diese beim Rumlaufen in der realen Welt und muss ein paar religiöse Quiz-Fragen beantworten. Bei richtigen Antworten schließen sich diese dann dem eigenen „Evangelisierungs-Team“ an. Irre!

Wer falsch antwortet, kann es gegen ein paar „Denarios“, also die spieleigene Währung, noch einmal probieren. Diese bekommt man, wenn man zum Beispiel an Kirchen oder Krankenhäusern vorbeigeht und für die Armen und Kranken betet. (Wobei wir nicht wissen, ob die App die Gebete auch tatsächlich überprüfen kann…)

Wir selbst konnten die App leider noch nicht ausprobieren, da unsere Spanisch-Kenntnisse mager bis unterdurchschnittlich sind und das Spiel momentan nur diese Sprache unterstützt. Weitere sollen aber bald folgen.

Probiert es also gerne mal aus und bildet eine krasses Evangelisierungsteam. Wirklich irre!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Dem Herbst Entgegenfeiern“

Freunde des gesprochenen Wortes,

auch wenn der Blick aus dem Redaktionsgebäude etwas anderes verspricht, müssen wir die Zeichen der Zeit erkennen: Die Blätter halten sich nur noch mit müher Not am wettergegerbten Geäst. Sie klammern sich an die Power des Trees, doch werden sie fallen, bunt und leise. Es herbstet. Und der Buschfunk lullt sich ein in die Depression, um wie ein Phönix voller Elan aus dem Blätterhaufen emporzusteigen.

Ach liebe Hörerinnen und Hörer, wir haben es manchmal nicht leicht. Nein wirklich. Wir Buschfunker und Redaktionsmitglieder sind auch nur Getriebene des #herbstblues. Ein schaffensreicher Sommer liegt hinter uns, die Schule hat wieder angefangen und selbst das Erntedankfest ist vorbei (#dankenochmal). Wir stehen im Dunkeln auf, reiben uns die Redaktionsäuglein und wenn die Feierabendstunde schlägt, ist die Sonne schon wieder von dannen.

Der Alltag hat uns wieder, kein großes Kirchenfest in Sicht. Worauf sollen wir uns denn freuen? Statt abends bei einem Gläschen herbstlich gereiften Traubensaft Pläne zu schmieden und Revolutionen auszuhecken, denken wir lieber über das nächste Pfingsten nach: Was zieh ich an? In welchen Dienst trag ich mich ein? Wie viele gute Gespräche werde ich führen? (Und nochmal zur Kleidung: Soll ich nicht besser jetzt schon bestellen? #irdischesgewand)

Wir wissen, was Ihr jetzt sagt: Moment mal, habt Ihr in Eurer flapsigen Depression nicht ein Fest vergessen? Ist seit 2018 Jahren ein recht großes Ding, kann man selbst in schäbigen Ställen feiern und es gibt Gold… Na, klingelt das was? Glöckchen vielleicht? Klar, geht um Weihnachten. Heiliger Abend, X-mas oder Feliz Navidad, senoritas!!

Ja, natürlich ist das auch noch etwas hin. Genauer gesagt sechsundsechzig Tage oder auch 95.040 Minuten. Aber kommt schon, gefühlt stehen Weihnachts-Schoko-Mandel-Zimt-Marzipan-Honig-Printen-Nelken-Weihnachtsmänner und Plätzchen schon seit Monaten in den Regalen.  Riecht Ihr nicht auch schon den Glühwein? Leute, es geht wieder los!!! 

Viel wichtiger aber als das nahende Fest: die Vorbereitung. Noch näher sind nämlich die Weihnachtsmärkte, die in zahlreichen Gemeinden wieder anstehen. Und da gibt es viel, also wirklich viel zu tun. Jede Woche braucht eine neue Gemeinde Hilfe: neben Ständen bauen und Kerzen großziehen, gilt es Handzettel zu verteilen (#cnd2019), Kränze und Holz-Engelchen zu künstlern, Lichter der Kraft an den Sternenhimmel zu tackern, Gebäck mit süßesten Kariesbomben zu verzieren und herzzereißende Weihnachtsgeschichten aus verstaubten Literaturschinken auszugraben. Und wenn möglich, sollte all das auch noch mit einem Lächeln passieren. Wo bleibt da Zeit für eine Herbstdepression?!

Wir haben das mal durchgerechnet, an sich alles ganz easy: Jede gern gemachte, ehrenamtliche Arbeit im Prä-Advent (also die vier Wochen vor den vier Wochen vor Weihnachten) wird auf Eurer Lebensblume mit dem Multiplikakator von 2,4 verrechnet. Wichtig ist nur, dass Ihr die Belege behaltet und notfalls oben nochmal dran erinnert. #bürokratieofheaven

Also: Wer in der Weihnachtszeit früh mit dem #schaffendürfen anfängt, mittags weitermacht und abends zur Hochform aufläuft, der erzielt nicht nur für sich, sondern für alle seine Nächsten eine Win-Win-Win-Win-Win-Situation. Aber jetzt mal ehrlich, wir wissen eine anstrengende Zeit steht bevor, aber ist sie doch perfekt geeignet, um jeder Form von #herbstblues entgegenzutreten.

Also anstatt Sommer, KiTaWo und Erntedankfest hinterherzutrauern, gilt es entgegenzufeiern. Und zu arbeiten. Es gibt wirklich genug zu tun und wenn wir eines nun wirklich nicht erlebt haben in den letzten 2018 Jahren, dann, dass unsere Arbeit und Engagement nicht gebraucht werden.

Die drei heiligen Könige habens auch nur pünktlich zum 24. Dezember in den Stall geschafft, weil sie rechtzeitig losgelaufen sind…

Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

Interview „Nah dran“ mit Jörg Staroske

Freunde des gesprochenen Wortes,

in einer weiteren Ausgabe unseres investigativen Erfolgsformat kommen wir ganz „Nah dran“ an einen echten Kerl. Nicht weil er die krassesten Maschinen dressiert, Mammutbäume fällt und mit Feuerwehrschläuchen rumspritzt, sondern weil seine Einstellung mitreißend ist. Wo unsereins verzweifelt vor der Kettensäge steht, ist er schon längst am #schaffendürfen.

Jörg Staroske kennen wir nicht nur als JoKiWa-Betreuer, sondern vor allem als tatkräftigen Macher in der Friedensstadt. Und hier werkelt er seit Jahrzehnten, reißt Häuser ab, wirft Bäume um, rettet Katzenbabys, löscht Brände und baut zur Not neue Abwassersysteme. Doch wie kam das alles? Was treibt Jörg an und wie ist er eigentlich in die Friedensstadt gekommen? Besonders, weil Jörg neben der Stadt aufgewachsen ist als sie noch eine russische Garnison war, versprach ein Gespräch mit ihm sehr viel Spannendes. Aber überzeugt Euch einfach selbst…

Woher Jörg seine Motivation zieht, was ihm 100 Jahre Friedensstadt bedeuten und ob er schon Panzer gefahren ist, erfahrt Ihr im Podcast. Nur im Podcast…

Und ganz generell: Eigentlich könnten wir uns alle ein klitzekleines Beispiel an Jörg nehmen (also vor allem Ihr). Muss ja nicht jeder Bäume fällen, sondern ein Jeder kann #schaffendürfen in seinem Bereich.

Feedback, Kritik und Anregungen wie immer gerne in die Kommentare oder an buschfunk.redaktion@gmail.com

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Netz-Tipp „10 Fakten zum Christentum“

Freunde des gesprochenen Wortes,

da zurzeit WM ist und wir für neue Recherchen in G*****, *räusper* ähhhhh Russland sind, empfehlen wir euch diese Woche deinen genialen Netztipp…

Lässt man die Tage Revue passieren, so sind wir uns einig. Es war eine katastrophale Leistung, unserer Jungs. Also nicht von der Jugend, sondern von Jogis Jugend. Es gab einige Millionen Bundestrainer die sämtliche Kad(t)erplanungen durchdiskutierten und alle haben schon die Ergebnisse im voraus gewusst. Aber am Ende alles egal: Was war los? Lähmend, satt und absolut verwirrt…

Da wir Christen sind, spielen wir nicht mit elf, sondern mit zehn Feldspielern. Deswegen auch die für Euch zehn Fakten zum Christentum. Wir wünschen euch viel Vergnügen und haben nur eine Frage: Wo war eigentlich der Fußballgott? Um uns von diesen relevanten Fragen abzulenken, empfehlen wir eine hochwertige Doku mit alledem, was wir über das Christentum bisher nicht wussten. ZDF. Finanziert von Ihren Rundfunkgebühren…

Beste Grüße und ein schönes Wochenende!

Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Weil wir uns brauchen“

Freunde des gesprochenen Wortes,

alleine lebt es sich schlecht. Und liebt sich schlecht. Und streitet sich schlecht. Ohne einander wäre es entspannter und langweiliger. Die Gemeinschaft schafft Gemeines und Gut-Gemeintes. Weil wir uns brauchen, diese Kolumne…

Neulich: Mein Gemeinschafts-Helfer hat mich gefragt, ob ich zum Arbeitseinsatz da bin. Hab die Frage nicht verstanden, war gerne dabei am Montag. Genau wie Dienstag, Mittwoch und den Rest der Woche. In der Gemeinschaft ist doch am schönsten! Alle waren da und sehen es genauso.
Auch.
Wie ich.
Gemeinschaft ist toll.
Wir verstehen uns alle. Warum auch streiten? So schön in der Gemeinschaft. Wir gehen alle Probleme gemeinsam an und #schaffendürfen es dann auch. Wenn einer strauchelt, ist sein Nächster zur Stelle. Jeder für das schwächste Glied. Weil wir uns so gut verstehen, kommen jeden Tag neue Freunde hinzu. Weil sie sich wohl fühlen. Wie wir…

Ganz so ist es nicht. Die Gemeinschaft, die Glaubensgemeinschaft ist schön. Wären da nicht die anderen. Zugegeben: Manchmal sind wir schon anstrengend. Mit unseren Macken und Wichtigkeiten. Wir wollen Wertschätzung und vielleicht auch mal ein LAUTES DANKE! Wir reden nicht miteinander, wir machen Fehler, wir verurteilen uns und hauptsächlich den Anderen. Anstatt uns zu vertrauen, gehen wir auf Nummer sicher und dem Unangenehmen aus dem Weg.

Es ist ja grad WM: Fast wie bei einer Fußball-Mannschaft, die sich lieber selbst foult, anstatt den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen. Klassische 1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-1-Aufstellung. Jogi ist stocksauer und die Ersatzbank rappelvoll. #wmvergleich #gehtimmer #pulsderzeit

Manchmal lohnt ein Schritt zurück. Mit leerem Kopf neu starten. Alles auf Anfang. Was wünschen wir uns von einer Gemeinschaft? Einer, die uns anziehen würde. Wo wir von außen drauf schauen und sagen: KRASS, DIGGA! Da möchte ich mitmachen, da möchte ich dazugehören. Was wäre das für eine Gemeinschaft? Wo muss ich unterschreiben?

Ein Buschfunk-internes Brainstorming hat folgendes repräsentativ-valides Ergebnis hervorgebracht: Die Gemeinschaft bringt den Mut auf, zueinander zu gehen. Sie redet ehrlich miteinander und hält andere Meinungen aus. Sie vertraut. Sie ist engagiert. Sie akzeptiert, wie andere sind und versteht Rückschläge als Teil von sich. Gemeinschaft lernt sich kennen, statt zu urteilen. Gemeinschaft verzeiht und hat stets Bier kalt stehen. Und vor allem: Gemeinschaft bleibt ruhig.

Gemeinschaft kann also toll sein. Warum gründen wir nicht einen Kegelclub oder fahren “gemeinschaf” Kanu? #kegelrenaissance #kanulifestyle Eine Glaubensgemeinschaft ist mehr. Wir treffen uns nicht für Pokale, Spiel und FUN! Also gut, auch manchmal. Aber eigentlich, weil uns ein Gefühl verbindet. Emotions, baby! Wir trennen uns nicht, wenn wir umziehen, die Saison vorbei ist und wir zu alt für den Scheiß sind. Wir (er)tragen uns ein Leben lang. Und länger.

An sich ist es ja echt easy… Das Umsetzen, was wir eh geil finden. Nicht gleich alles auf einmal. Kleine Schritte. #tap #tap Uns gegenseitig mehr zutrauen und aufeinander zugehen. Zuhören. Reden. Ruhig Bleiben. Wer, wenn nicht wir? Dann sind wir von ganz alleine #shiny für die Außenwelt. Aber auch für uns. Weil wir uns brauchen.

Robin & Janosch
Buschfunk-Redaktion

Kolumne „Mut mit Vorsicht genießen“

Freunde des gesprochenen Wortes,

wir wissen nicht, ob es eine gute Idee ist, diesen Text zu schreiben. Und auch noch zu veröffentlichen. Im Internet. Er kann falsch verstanden werden. Anders rüberkommen als gemeint. Was, wenn der Text sich verselbstständigt und wir die Kontrolle verlieren. Noch besteht die Möglichkeit umzukehren und lieber über etwas anderes zu schreiben. Ach wisst Ihr was, zu spät.

“Das alles und noch viel mehr, würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wär”. Was Rio Reiser locker runterträllert, sieht in der Realität oft schwieriger aus. Beim Anblick potenzieller Macht und wichtigen Positionen gehen solche Sprüche leicht von der Zunge. Doch wenn man erst in der Verantwortung steht, schleicht sich oft ein anderes Gefühl dazu. Ein beklemmendes Gefühl, das einem erst die Ruhe und dann das Selbstvertrauen nimmt: die ANGST.

“Furcht ist nicht in der Liebe” heißt es im 1. Brief des Johannes (4;18). Ein Spruch, der Mut machen kann und gleichzeitig aufzeigt, wie schwer es wirklich ist, ein von Liebe erfülltes Leben zu führen. Wovor können selbst wir in diesem reichen Teil der Welt nicht alles Angst haben? Angst vor Veränderung, Angst vor schlechtem WLAN, Angst vor zu viel Regen und warmen Bier, Angst vor der Steuer und dem Erwachsenwerden. Die Angst ist so allgegenwärtig, dass wir uns schließlich auch ein bisschen vor ihr selbst fürchten könnten. #angstvorangst

Jetzt wollen wir nicht nur auf die Angst schimpfen. (Nachher tut die uns noch was.) Sie ist immerhin auch ein Grund, warum wir das hier schreiben können. Als Urinstinkt hat sie uns geholfen zu überleben und dafür gesorgt, dass nicht eine Gruppe muskelbepackter Säbelzahntiger kurzen Prozess mit unserer Spezies gemacht hat. Über eine Packung Nächstenliebe hätten sich auch die Tiger gefreut, ihren Mittagshunger hätte sie nur kaum gestillt.

Doch die Furcht, wie wir sie heute kennen, erfüllt einen anderen Zweck. Sie raubt Motivation, wo Mut voranbringen könnte. Sie schürt Zweifel und zersetzt Vertrauen. Sie lähmt uns im wahrsten Sinne des Wortes: So reagieren Menschen in extremen Gefahrsituationen – wir erinnern uns an den hungrigen Säbelzahntiger – entweder mit dem Kampf (“fight”) und der sofortigen Flucht (“fly”) oder aber mit einer Schockstarre (“freeze”). Nicht umsonst warnt sogar Meister Yoda vor den schrecklichen Folgen der Furcht:

Jetzt wird manch Angsterfüllter das Bedürfnis verspüren, der Furcht einen anderen Namen zu geben. Einen netteren, auch nicht immer unberechtigten. Mit Bedacht verraten wir euch den Namen: die Vorsicht. Die Vorsicht ist die kleine Schwester der Angst, die doch lebensrettend ist. Sie bewahrt uns davor, bei 200 km/h auf der Autobahn die Augen zu schließen, sie erinnert uns daran, Wein nicht mit Bier zu kreuzen und Arbeitseinsätze stets nur mit adäquater Sicherheitsausrüstung zu bestreiten. Der Vorsicht verdanken wir viel, auch dass wir noch diverse Körperteile besitzen.

Und so geht es uns nicht darum, den blanken Irrsinn auszurufen. Nein, diesmal wirklich nicht. Wir brauchen durchdachtes Tun und Handeln in allen Bereichen des Schaffendürfens. Wir haben nur Angst, dass manchmal die Grenzen zwischen notwendiger Vorsicht und betäubender Angst verschwimmen können. Dass die Angst treibt und Motivation und Schaffenskraft junger Leute im Keim erstickt. Obwohl doch das Ziel das gleiche ist. So können zwar Jüngere vor Leichtsinn bewahrt werden, doch so manch frische Idee und notwendige Erfahrung bleiben auf der Strecke.

Über den Grad zwischen notwendiger Vorsicht und notwendiger Verwegenheit lässt sich endlos streiten. Da wir zu panisch für ein eigenes Schlusswort sind, schließen wir mit der letzten Strophe des Gedichts “Was es ist” von Erich Fried:

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Janosch & Robin
Buschfunk-Redaktion

Buschfunk grüßt vom Mond

Freunde des gesprochenen Wortes,

die Winterpause ist hart für Euch und wir wissen das. Was, oh was, sollt Ihr jeden Freitag um 18 Uhr nur tun? Wie im letzten Jahr möchten wir Euch armen Schluckern die Wartezeit ein klein wenig verkürzen – mit Postkarten aus unserem wohlverdienten, und verdammt nötigen Urlaub.

Die folgenden Postkarten sind alle 100-prozentig authentisch und spiegeln unsere wirklich wahren Leben wieder. Anbei kleine Grußworte der Redaktionsmitglieder:

Robin:
Das Einzige, was einen Menschen wie mich mehr antreibt als die Leidenschaft zum gesprochenen Wort, mag wohl denn nun der soziologisch-kulturelle Wissensdrang im Allgemeinen sein. Und so nutze ich jede freie (der wenigen) Minuten, um mehr zu erfahren über Geschichten, Kulturen, ferne Völker und historische Formen menschlicher Kommunikation. Was wäre da besser geeignet als ein Besuch beim letzten der verbliebenen sieben Weltwunder? Zumal die ägyptischen Pyramiden schon vor tausenden Jahren die Form heutiger Hightech-Bluetooth-Boxen voraussagten. Und so manch kryptische Hieroglyphe auf damalige Weitstrecken-Kommunikation über Strauchgewächse hindeutet. So seid unbesorgt ihr daheimgebliebenen Hörerinnen und Hörer: Ich werde all das Erlernte ins neue Jahr mit einbringen! Bis dahin mit forschen(den) Grüßen…

Dimitri:
Viva la musica! Klingende Grüße an alle lieben Buschfunk-Hörerinnen und Männer des guten Geschmacks (Harrrrr). Winterpause und Urlaub, was soll das sein? Ich schreibe Euch aus einem fernen Land namens New Orleans, in dem ich mal wieder mein Mikro- gegen ein Saxophon getauscht habe. Der eine oder andere von euch hat sicherlich schon von meiner unglaublich erfolgreichen Soul-&Latin-Band The Rum-Tequila-Boy´z gehört. Die, die nur bei Sonnenschein und über 30 Grad spielen… Wo es bei Euch in Deutschland so schlechtes Wetter gibt, bin ich schlauer Fuchs auf Band-Tournee ins Warme geflogen, um es mir unter den Palmen bei musikalischer Arbeit (denn Arbeit muss sein) gut gehen zu lassen. Holt Euch mal keine Erkältung, ich muss jetzt wieder auf die Bühne… bis dann ihr lieben Frierenden. Ajajajaiiiiiii!!!!!

Rüdiger:
Heiß war es an diesem Tag und ich hatte die Welt in meinem „Urlaub“ schon das erste Mal umrundet. Das Glitzern der reflektierenden Sandkörner faszinierte mich auf eine merkwürdige Weise, es hypnotisierte mich fast. Schweißperlen krochen meinen Rücken hinab bis sie in den heißen Sand fielen. Doch ich musste mich los reißen, um erneut den Erdball zu umkreisen. Um neue Ideen, neue Gedanken in den Kopf zu bekommen. Raus aus dem tristen, grauen deutschen Alltag… Mit einem Grunzen erwachte ich und wusste: Es war nur ein Traum. kein Urlaub, kein Strand, keine Weltumrundungen. Niedergedrückt stand ich auf, wusch mir den Sand von den Füßen und begann für den Buschfunk eine Urlaubsgeschichte zu schreiben…

Janosch:
Endlich mal Urlaub. Fühlt sich so an, als wäre man krank. Schrecklich, so viele Stunden nichts schaffen zu dürfen. Deswegen nutze ich diese Zeit immer für Halsbrecherisches: wie einen Hüpfer aus 10.000 Meter Höhe. Von hier sehen alle weltlichen Querelen nochmal ganz anders aus. Aber ich sag euch eins: Ich bereite mich für den großen Absprung vor. Ohne das passende Outfit geht hier gar nichts. Und dann einfach mal fallen lassen. Ihr wisst ja, sooooooo tief können wir überhaupt nicht stürzen…
Der Fallschirm geht ja automatisch auf!
Freu mich aufs neue Jahr. Da riskiere ich wieder Kopf und Kragen. Für EUCH Hörer! JAAA!
Und jetzt für alle: Anschallen, am 16. Februar gehts wieder loooss!
SEJOUHHH,
euer Capitanooohhhh!

Beste Grüße an alle neidisch Daheimgebliebenen. Keine Sorge, wir sehen und vor allem hören uns am 16. Februar, selbstverständlich um 18 Uhr!

Robin, Dimitri, Rüdiger & Janosch
Buschfunk-Redaktion